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2. Technische Grundlagen

Um die Kreativität und den Willen, etwas Besonderes zu schaffen, auch wirklich ausnutzen zu können, dafür ist zunächst das blinde und sichere Bedienen der Technik Voraussetzung. Was hilft die schönste Bildidee, die man vielleicht nur in einem einzigen kurzen Moment verwirklichen kann, wenn man dann am Nicht-Beherrschen der Technik scheitert?

Elementar ist also zunächst das grundlegende Verständnis von der Technik der Fotografie an sich – von Blende, Verschlusszeit, ISO und deren Zusammenhang. Da darüber inzwischen wirklich hinreichend Bücher geschrieben wurden, soll hier vor allem auf ein online kostenlos zugängliches Werk hingewiesen werden: fotolehrgang.de. Der dort angebotene Leitfaden ist auch in gedruckter Form erhältlich und ist mehr als genug, um sich ein grundlegendes Verständnis von Fototechnik anzueignen. Darüber hinaus soll in den folgenden Kapiteln auf diese technischen Grundlagen besonders aus der Sicht der Sport- und Actionfotografie eingegangen werden, die sich in ihren Anforderungen von manch anderem Genre der Fotografie doch deutlich unterscheidet.

Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de

Mitzieher im Kuba-Urlaub: Vom Prinzip auch nichts anderes, als ein Rennradler oder DTM-Wagen. (35 mm, Blende 16, 1/13 s, ISO 320)

Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de

Hat man die Grundlagen der Fotografie in der Theorie verstanden, ist der beste Lehrmeister immer noch das eigene Ausprobieren in der Praxis. Möglichkeiten um verschiedene Einstellungen auszuprobieren sollten sich genug finden lassen: vom fliegenden Vogel bis zum vorbeifahrenden Auto eignet sich vieles als "actionreiches" Testmotiv.

Generell sollte man sich bei den Einstellungen nicht auf Motivautomatik-Programme der Kamera verlassen, auch wenn einige so etwas wie einen "Sportmodus" anbieten. Die Kamera weiß nie, welches Motiv der Fotograf wie umsetzen will. Was die Kamera aufgrund ihrer hinterlegten Vorgaben berechnet, kann bestenfalls dafür sorgen, dass das Bild nicht gänzlichen misslingt. Von einem technisch guten Sportfoto wird das Ergebnis aber meistens weit entfernt sein – vor allem fehlt auch die Zuverlässigkeit, dass auch das nächste Bild gelingt. Mit etwas Basiswissen wird der Fotograf der Vollautomatik seiner Kamera immer überlegen sein.