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6. Sportarten im Detail

6.5. Volleyball

Im Gegensatz zum Eishockey wieder ein Sport, der oft in die Senkrechte geht. Was die Brennweite betrifft hat man je nach Halle fast unendlich viele Möglichkeiten. 70-200 mm decken den Standardbereich bestens ab, mit Normalbrennweiten (z.B. 24-70 mm) kann man, falls es erlaubt ist, nah am Netz sehr spektakuläre Perspektiven bekommen.

Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de

Dieser erfolglose Block des Spielers in weiß wurde von der Tribüne aufgenommen, damit sein Gesicht nicht von der Netzkante verdeckt wird. Nichtmal die sehr kurze Verschlusszeit von 1/1250s konnte den Ball vollständig einfrieren, die leichte Dynamik schadet dem Bild aber nicht. (200 mm, Blende 2.0, 1/1250 s, ISO 800)

Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de

Brennweiten ab 300 mm aufwärts eignen sich dagegen um angreifende Spieler am Netz formatfüllend zu erwischen. Mit einer Brennweite zwischen 70 und 200 mm kann man recht flexibel verschiedene Motive bekommen: Sowohl den angreifenden Spieler und den dazugehörigen Block am Netz - dafür empfiehlt sich ein leicht erhöhter Standpunkt nicht allzu weit vom Feld entfernt, damit die Netzkante nicht die Gesichter verdeckt - als auch baggernde oder stellende Spieler von einer seitlicheren Position in der Nähe des Netzes aus.

Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de

Rot: Typische Fotopositionen. Blau: Trainer. Grau: Spieler und beispielhaft eine typische Spielbewegung.

Wie immer gehört das Spielgerät, hier also der Volleyball, einfach mit auf das Bild, auch wenn das gerade bei dieser Sportart nicht immer einfach ist. Der Ball befindet sich nur einen kurzen Augenblick in der Nähe des Spielers, und genau diesen Moment gilt es durch gutes Timing zu erwischen. Selbst Kameras mit einer Bildfolge von 8 oder 10 fps erzielen hier nur Glückstreffer, das gezielte Abdrücken im rechten Moment liefert nach kurzer Eingewöhnung viel sicherere Ergebnisse.

Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de

Ein Beachvolleyballer hechtet nach dem Ball. Solche Situationen lassen sich am besten von der Spielfeldmitte ablichten, von der aus man außerdem einen idealen Blick auf beide Spielfeldhälften hat. (125 mm, Blende 3.2, 1/3200 s, ISO 200)

Foto: Benedikt Altschuh / actionpixel.de

Um einen geschlagenen Ball noch scharf abzulichten ist eine Verschlusszeit von 1/800 s fast das Minimum, zumindest beim Hallenvolleyball sind also große Blende und hohe ISO meistens nicht zu vermeiden. Beim Beachvolleyball in der Sonne ist diese Zeit natürlich meistens problemlos zu erreichen. Das Netz eignet sich zum vorfokussieren bestens, bei der Action sollte aber auf die Spieler selbst scharf gestellt werden, je nach Hauptmotiv also den Angreifer oder den Block. Dazu kann eventuell ein Fokuspunkt ober- oder unterhalb der Mitte bessere geeignet sein. Volleyball ist sowohl für Hoch- wie für Querformat geeignet, je nach Motiv und Geschmack.

Beim Beachvolleyball erlebt man dank des "weichen" Spielfeldes und der nur zwei Spieler pro Team sehr oft spektakuläre Sprünge nach dem Ball, aufgewirbelter Sand unterstreicht die Action. In welche Richtung der Spieler dabei springen muss ist eine Glücksfrage, neben dem Netz sitzend ist die Chance für solche Motive allerdings nicht schlecht. Von dort aus hat man eine niedrige Perspektive und kann auf beiden Seiten auf einen entsprechenden Moment hoffen. Die Spezialitäten von Licht und Schatten bei Volleyball an der prallen Sonne sollte man sich übrigens nicht entgehen lassen!